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Was blüht denn da im frühen Jahr?

Frühblüher sind eine faszinierende Möglichkeit, Kindern in Schulen, Kindergärten und sogar bei Geburtstagsfeiern die Wunder der Natur näher zu bringen. Sie sind nicht nur schön anzusehen, sondern bieten auch eine wertvolle Gelegenheit, Kindern etwas über die Jahreszeiten, das Pflanzenwachstum und die Bedeutung von Bienen und anderen Bestäubern zu vermitteln. Frühblüher wie Schneeglöckchen, Krokusse und Narzissen sind leicht zu finden und können in Töpfen oder im Freien gepflanzt werden. Durch die Beobachtung und Pflege dieser Pflanzen lernen Kinder wichtige Fähigkeiten wie Geduld, Verantwortung und Wertschätzung für die Umwelt. Darüber hinaus können Frühblüher auch ein unterhaltsames und kreatives Element in Kindergeburtstagspartys sein, indem sie als Dekoration oder als Inspiration für Bastelprojekte verwendet werden.

Pflanzenmemory beim WildnisTreff

Beim WildnisTreff am 01.04.2033 haben wir uns trotz des Regens nicht unterkriegen lassen und mit den Kindern eine tolle Zeit in der Natur verbracht. Wir haben uns für das Spiel Pflanzen-Memory entschieden, bei dem die Kinder die passende Pflanze zum gezeigten Pflanzenteil finden mussten. Diese Idee stammt aus meinem Buch “Kinderspiele in der Wildnispädagogik“, in dem ich verschiedene Spiele und Übungen vorstelle, die Kinder spielerisch an die Natur heranführen.

Die Suchaufträge, wie auch das Memory-Spiel, sind eine großartige Möglichkeit, um die Aufmerksamkeit und Achtsamkeit der Kinder für die Natur zu schulen. Indem sie lernen, genau hinzuschauen und zu erkennen, welcher Pflanzenteil zu welcher Pflanze gehört, werden sie sensibilisiert für die Schönheit und Vielfalt der Natur. Gleichzeitig fördert das Spiel auch die Konzentration und das Gedächtnis der Kinder.

Es war erstaunlich zu sehen, wie begeistert die Kinder bei der Sache waren und wie viel Freude sie hatten, als sie die richtigen Paare gefunden haben. Durch die gemeinsame Suche und das Spiel haben wir eine tolle Gemeinschaft gebildet und uns noch besser kennengelernt.

Insgesamt war es ein gelungener Tag im Freien, der uns allen gezeigt hat, dass man auch bei schlechtem Wetter eine tolle Zeit in der Natur verbringen kann. Wir haben viel gelernt und hatten jede Menge Spaß dabei. Ich hoffe, dass ich auch in Zukunft noch viele solcher Erlebnisse mit den Kindern teilen kann und sie auch beim nächsten Wildnis-Treff am 22.04.2023 für die Natur in Bochum-Dahlhausen begeistern kann.

Welche Pflanzen gab es zu finden?

Bärlauch und Lerchensporn sind schon da,
genießen die Sonne im neuen Jahr.
Frühblüher ja so nennt man sie,
im Sommer sieht man ihre Blüten nie!

Andreas Nowack

Im Frühjahr zeigen sich zahlreiche Pflanzen in ihrer ersten Blütenpracht und bringen damit Farbe und Frische in die Natur. Besonders auffällig sind dabei Salweide, Kirschlorbeer, Bärlauch, Löwenzahn, Schwarzdorn, Scharbockskraut, Kornellkirsche und Ahorn. Diese Pflanzen sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch wertvolle Energiespender für die Natur. Sie bieten Nektar und Pollen für Bienen und andere Insekten, die wiederum als Bestäuber für viele weitere Pflanzen unverzichtbar sind. Die Blütenpracht im Frühjahr ist also nicht nur ein schöner Anblick, sondern auch ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems.

Es ist eine großartige Idee, Kindern Teile von verschiedenen Pflanzen als Suchauftrag zu geben. Dies kann ihnen helfen, die Natur besser zu verstehen und ihr Interesse an Botanik zu wecken. Die Kinder können lernen, wie man Pflanzen identifiziert und welche Teile für welche Zwecke verwendet werden. Sie können auch lernen, wie Pflanzen wachsen und sich an ihre Umgebung anpassen. Dies ist eine unterhaltsame und interaktive Art, Kindern die Natur näher zu bringen und ihre Neugier auf die Welt um sie herum zu wecken.

Salweide

Die Weide ist ein schnellwachsender Baum. Rund 300 Weidearten gibt es in Europa. Diese Arten können sich untereinander kreuzen, was ihnen schnell Wettbewerbsvorteile verschafft. Weiden existieren in unterschiedlichen Größen: Von winzigen Pflanzen, bis hin zu stattlichen Riesen.

Wissenswertes zur Weide

Weide ist eine erstaunliche Pflanze, die viele verschiedene Anwendungen hat. Eines ihrer bemerkenswertesten Eigenschaften ist ihre Fähigkeit, Schmerzen zu lindern. Die Rinde der Weide enthält eine Verbindung namens Salicin, die ähnlich wie Aspirin wirkt und seit Jahrhunderten als natürliches Schmerzmittel verwendet wird. Darüber hinaus blüht die Weide besonders früh im Jahr und zieht zahlreiche Insekten wie Bienen und Schmetterlinge an, was sie zu einem wichtigen Bestandteil des Ökosystems macht. Die Zweige der Weide sind auch hervorragendes Flechtmaterial und werden oft zur Herstellung von Körben und anderen handwerklichen Gegenständen verwendet. Alles in allem ist die Weide eine vielseitige und nützliche Pflanze, die in vielen verschiedenen Bereichen verwendet werden kann.

Kirschlorbeer

Ursprünglich aus Kleinasien stammend, zählt der Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) zur Familie der Rosengewächse. In seiner Heimat kann die Pflanze bis zu sieben Meter hoch wachsen, während die Sorten in deutschen Gärten ohne Schnitt maximal eine Höhe von vier Metern erreichen.

Wissenswertes zum Kirschlorbeer

Kirschlorbeer ist ein Neophyt aus Asien, hat sich als Invasionspflanze etabliert und ist mittlerweile in vielen Gärten zu finden. Die Früchte und Blätter dieser Pflanze sind giftig aufgrund ihres Blausäuregehalts. Es ist wichtig, beim Umgang mit dieser Pflanze vorsichtig zu sein und Abfälle ordnungsgemäß zu entsorgen, um eine unkontrollierte Ausbreitung zu vermeiden. Diese Pflanze ist ökologisch nicht besonders wertvoll und wird oft als störend empfunden. Es ist wichtig, invasive Arten wie diese zu erkennen und zu vermeiden, um die Gesundheit von Mensch und Natur zu schützen. Auch was den ökologischen Mehrwert angeht ist der Kirschlorbeer nur wenig ansprechend.

Bärlauch

Sein Name deutet darauf hin, dass er zur würzigen Lauchfamilie gehört. Die gesamte Pflanze, einschließlich der Zwiebel, Blätter und Blüten, kann gegessen werden. Bärlauch ist ungiftig und wird von Bären nach ihrem Winterschlaf gerne gegessen, was seinen Namen laut Legende erklärt.

Wissenswertes zum Bärlauch

Bärlauch ist eine wahre Vitaminbombe und enthält neben Allicin, einem schwefelhaltigen Stoff, auch reichlich Vitamin C, Flavonoide und ätherische Öle. Dem Wildkraut werden zahlreiche gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben, wie zum Beispiel antibakterielle und antivirale Wirkungen sowie eine Hemmung der Blutgerinnung. Doch nicht nur seine gesundheitlichen Vorzüge machen Bärlauch zu einem beliebten Lebensmittel, sondern auch sein köstlicher Geschmack. Allerdings ist Vorsicht geboten, denn er kann leicht mit giftigen Pflanzen wie Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen verwechselt werden. Es ist daher ratsam, sich vor der Verwendung genau zu informieren oder ihn am besten unter Anleitung eines erfahrenen Sammlers zu sammeln.

Löwenzahn

Der gewöhnliche Löwenzahn gehört zur Gattung Taraxacum und zur Familie Asteraceae. Es handelt sich um eine Gruppe von Pflanzenarten, die sehr ähnlich und eng miteinander verwandt sind. Oft werden sie einfach als Löwenzahn bezeichnet, was jedoch zu Verwechslungen mit der Gattung Leontodon führen kann. Früher wurde diese Art Taraxacum officinale L. genannt.

Wissenswertes zum Löwenzahn

Reichlich Nektar für Insekten und essbar im Salat sind nur die jungen Blätter und Blüten dieser Pflanze, zahlreiche Möglichkeiten bietet diese Pflanze. Ältere Blätter enthalten Taraxacin, was sie ungenießbar macht. Die Wurzel hingegen ist für die Zubereitung von Kaffee nutzbar. Es ist wichtig, darauf zu achten, welche Teile der Pflanze man verzehrt, da sie je nach Alter und Art unterschiedliche Eigenschaften aufweisen können. Die Pflanze kann als Nahrungsquelle für Insekten dienen und bietet eine alternative Kaffeemöglichkeit.

Schwarzdorn

Die Schlehe, auch bekannt als Schwarzdorn, ist ein wichtiger Wildstrauch für Tiere. Besonders im Frühjahr, während ihrer Blütezeit, bietet die Schlehe eine wichtige Nahrungsquelle für Schmetterlinge. Die Schlehe wird als ausgesprochene Schmetterlingspflanze bezeichnet und zieht viele Schmetterlingsarten an, darunter das Tagpfauenauge. Die Schmetterlinge nutzen den Nektar der Schlehe als Energiequelle, um sich zu ernähren und zu überleben. Durch die Bedeutung der Schlehe als Nahrungsquelle für Schmetterlinge trägt sie zur Stärkung der Artenvielfalt bei und ist ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems.

Wissenswertes zum Schwarzdorn

Ötzi, der berühmte Mummienfund aus den Alpen, hatte nicht nur Waffen und Werkzeuge bei sich, sondern auch eine Vielzahl von gesunden Lebensmitteln. Unter anderem fand man bei ihm auch Schwardornbeeren, diese enthalten Fruchtsäuren, Mineralien und Vitamin C. Diese Früchte sind nicht nur gesund für den menschlichen Körper, sondern auch sehr beliebt für die Herstellung von hausgemachten Likören. Fruchtsäuren verleihen den Likören einen fruchtigen Geschmack, Mineralien sorgen für eine ausgewogene Nährstoffzusammensetzung und Vitamin C ist bekannt für seine antioxidativen Eigenschaften. Es ist erstaunlich zu sehen, wie bereits vor tausenden von Jahren Menschen wussten, wie wichtig eine gesunde Ernährung ist.

Scharbockskraut

In der deutschsprachigen Schweiz wird das Scharbockskraut auch “Glitzerli” genannt, da seine Blüten im Gegensatz zum normalen Scharfen Hahnenfuß glitzern und wie lackiert erscheinen. Diese optische Besonderheit hat ihm diesen Spitznamen eingebracht.

Wissenswertes zum Scharbockskraut

Das Scharbockskraut, um das es hier geht, ist offensichtlich ein echtes Superfood. Mit viel Vitamin C und Mineralien ist es nicht nur gesund, sondern auch lecker. Die jungen Blätter haben einen nussigen Geschmack und verleihen Wildsalaten eine besondere Note. Aber auch in der Pfanne machen sie eine gute Figur und passen perfekt zu Fisch oder Rührei. Interessant ist auch der Name der Pflanze, der auf ihre frühere Verwendung gegen Skorbut zurückzuführen ist. Skorbut ist eine Krankheit, die durch einen Mangel an Vitamin C verursacht wird und früher oft bei Seeleuten auftrat. Da die Pflanze bereits im frühen Frühling wächst, war sie oft die erste Quelle für das lebenswichtige Vitamin nach dem Winter.

Kornellkirsche

In Deutschland erreicht dieser Strauch seine Blütezeit üblicherweise im März oder April, oft sogar noch vor der Forsythie. Die Früchte, welche als Kornelkirschen oder Kornellen bekannt sind, gehören botanisch nicht zur Gattung Prunus (Kirschen).

Wissenswertes zur Kornellkirsche

Die Kornellkirsche hat einen hohen ökologischen Wert für einheimische Tiere: Blätter und Triebe werden gern von verschiedenen Wildarten wie Feldhase und Reh angenommen. Die nektar- und pollenreichen Blüten sind im Frühjahr, neben der Salweide, die erste Nahrung für Honig- und Wildbienen. Die Kirschen werden von Vogelarten wie Kernbeißer, Dompfaff, Kleiber und Eichelhäher sowie Haselmaus und Siebenschläfer gefressen. Auch Fliegen und manche Käferarten wie der Flache Glanzkäfer ernähren sich von ihren Pollen und ihrem Nektar. Ökologisch hoch wertvoll, vollreife Früchte sind in kleinen Mengen essbar.

Ahorn

Die Blüten des Berg-Ahorns werden durch Bienen und Fliegen bestäubt, die Früchte verbreitet der Wind. Die Bäume können ein Alter von 500 Jahren erreichen.

Wissenswertes zum Ahorn

Das Holz des Ahornbauns ist seit Jahrhunderten ein wertvoller Rohstoff für die Herstellung von Werkzeugen und anderen Gegenständen. Es ist robust, langlebig und lässt sich leicht bearbeiten. Ahornbäume bieten jedoch nicht nur Holz, sondern auch Ahornsirup aus ihrem Baumsaft. Dieser wird durch Anzapfen des Baumes gewonnen und ist ein beliebtes Süßungsmittel. Die Blüten des Ahornbaums sind auch eine wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen. Diese nutzen den Nektar und Pollen der Blüten, um ihren eigenen Honig zu produzieren und bestäuben dabei gleichzeitig die Blüten, was zur Fortpflanzung der Ahornbäume beiträgt.

Kinderspiele in der Wildnispädagogik

Spiele wie Pflanzen-Memory oder auch andere Aktivitäten draussen in der Natur sind vorteilhaft für die Entwicklung von Kindern, es verstärkt das Selbstgefühl, Verbindet mit der Natur macht achtsam im Umgang mit der Natur und stärkt die Aufmerksamkeit

Kinderspiele in der Natur fördern das Selbstgefühl und das Selbstbewusstsein, indem sie den Kindern die Möglichkeit geben, ihre Fähigkeiten und ihr Wissen zu zeigen. Außerdem verbinden solche Aktivitäten die Kinder mit der Natur und machen sie achtsam im Umgang mit ihr. Die Kinder lernen, dass jeder Teil der Natur wichtig ist und dass sie ihn schützen müssen.

Möchtest du mehr interessante Spiele für draussen kennen lernen, kannst du gerne mein Buch kaufen: Kinderspiele in der Wildnispädagogik

Durch solche Spiele wird auch die Aufmerksamkeit der Kinder gestärkt, indem sie sich auf die Details der Natur konzentrieren und lernen, sie zu beobachten. Insgesamt sind solche Spiele eine tolle Möglichkeit, um Kindern eine positive Einstellung zur Natur zu vermitteln und ihre Entwicklung zu fördern.

Nächster Wildnistreff 22.04.23 in Bochum Dahlhausen

Der Wildnistreff ist ein Angebot der Stadt Bochum in Zusammenarbeit mit der Biologischen Station östliches Ruhrgebiet. Dieses Programm bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, die Natur hautnah zu erleben und zu entdecken. Die NRW-Stiftung fördert dieses Programm und ermöglicht somit vielen Kindern und Jugendlichen eine unvergessliche Erfahrung in der Natur. Das nächste Mal findet der Wildnistreff nach den Ferien am 22.04.2023 statt.

Frühblüher Veranstaltungen für Kitas und Schulen

Ich freue mich sehr, meine Veranstaltungen auch für Kitas und Schulen anbieten zu können. Meine pädagogischen Angebote sind speziell auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen zugeschnitten und bieten eine interaktive und spannende Lernerfahrung. Ich bin stets bemüht, meinen jungen Teilnehmern eine unvergessliche Erfahrung zu bieten. Durch meine langjährige Erfahrung im Umgang mit Kindern und Jugendlichen kann ich eine positive und unterstützende Lernatmosphäre schaffen, die zum Entdecken und Lernen einlädt. Wenn Sie Interesse an einer meiner Veranstaltungen haben, zögern Sie nicht, mich zu kontaktieren.